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...wie es anfing

Veröffentlicht am 03.02.2014
Seit längerer Zeit spüre ich, dass der Alltag mich mehr und mehr wieder in die alte Spirale zurückverfrachten will. Manchmal mehr und manchmal auch weniger - mal bewusst oder auch mal unbewusst. Prinzipiell nichts Schlimmes, sondern ein ganz normaler Lauf des Lebens, dass sich der Mensch dem gegebenen Umfeld anpasst.
Nach meiner Rückkehr aus Neuseeland habe ich mir fest vorgenommen, dies um jeden Preis zu unterbinden, denn ich habe dort gelernt, dass es auch "anders" geht. Meine Werte haben sich dort gefestigt und auch teilweise geändert. Es ist mir wichtig, diese weiterhin erhalten zu können und teilweise wieder aufzufrischen. Das war mir damals wichtig - und ist es auch bis heute geblieben.
Jedoch...
... spüre ich, es ist nicht mehr so einfach gegen den Strom zu fliessen und meine Kräfte lassen dabei langsam nach. Ich erwische mich immer mehr dabei, mit der Masse mitzuschwimmen, sei es aus Vereinfachungsgründen oder anderen Gründen - und ich merke dabei haarscharf, dass es nicht richtig ist. Manchmal macht es mir nichts aus, aber die anderen Male stört es mich. Ich habe bemerkt, dass ich  von Tag zu Tag, von Woche zu Woche und von Monat zu Monat meine so lieb gewonne Werteinstellung immer mehr aus den Augen verliere. Mir ist bewusst, dass ich sie eines Tages auch ganz verlieren könnte. Und das geht gar nicht!  .... Schock! Schock!
Bevor mir dies passiert (...was noch lange nicht der Fall ist), ich die Dinge jetzt noch gut realisieren und einordnen kann, also selbst in die Hand nehmen kann; und bevor mich der Trott irgendwann mal an die Wand klatscht, habe ich zur Jahreswende entschieden, hier entgegenzutreten.
Ich möchte mir wieder einen bewussten Abstand zur schnelllebigen und stressigen Zeit unserer Gesellschaft gönnen.

Ich habe mich für eine Reise entschieden, die bereits vor Neuseeland in meinem Kopf rumschwirrte. Es war bis vor kurzem noch nciht der richtige Zeitpunkt dafür gekommen. Doch seit Ende letzen Jahres weiß ich, dass es jetzt so weit ist.
Ich habe mich entschieden, eine Pilgerreise zu unternehmen - weg vom Trubel - auf einen Camino, der noch nicht wirklich bekannt ist und deswegen weniger überlaufen ist, um wieder mehr Stille und Balance zu finden.
Es handelt sich hierbei um den Camino Porthugese, von Lissabon (Portugal) bis Santiago in Spanien, das sind ca. 610 km.

Ich habe mich ebenso entschieden, diesen Weg alleine zu gehen - was anderes würde für mich nicht in Frage kommen.

Jedoch... sind noch einige Vorbereitungen zu treffen, wie z.B.
- Rucksack packen ( sollte max. 10% des Eigengewichtes betragen - ich wiege übrigens 56kg, das bedeutet: ich kann gar nicht so viel
- evtl. neue Kleidung kaufen
- die Etappen in etwa planen
- Unterkunft in Lissabon suchen
- längere Streckenabschnitte als Teststrecke vorab gehen
... es ist noch einiges zu tun ... jedoch... Juhuiu... ich freue mich schon riesig darauf!










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mein 1. Trainingswochenende

Veröffentlicht am 03.02.2014
So, dass Osterwochenende wurde als "1. Trainingswochenende" genutzt:


Ich habe meine sieben Sachen zusammengepackt und meinen Rucksack damit gefüllt - das waren 7,5kg. Meine bereits ca. 10 Jahre alten - und sehr gut eingelaufenen Trekking Schuhe füllte ich mit meinen ortopädischen Einlagen - die ich bis jetzt noch nie benutzt hatte. Bisher war es auch irgendwie nicht notwendig, denn ich hatte einige Touren mit diesen Trekkingstiefeln von Lowa hinter mich gebracht - ohne Probleme. Auch hatte ich die Schuhe mit in Neuseeland und bin sehr viel mit denen rumgelaufen. Aber für den Jakobsweg jetzt, und in Anbetracht der Tatsache, dass sich mein Rücken seit Ende letzten Jahres wieder stärker bemerkbar macht, entscheide ich mich für die orthopädischen Einlagen. Ich rede mir ein, dass ich sie ja nicht ganz umsonst bekommen hätte und bilde mir gleichzeitig ein, dass, wenn sie mir nicht guttun würden, mein Rücken dies sofort merken würde und mir stechende Signale senden würde.

1. Gehtag war am Karfreitag in der Au. Ganze 4 Stunden bin ich mit dem 7kg Rucksack durch die Gegend marschiert.
In der ersten Stunde machte sich am rechten Fuß die innere Leistengegend ziemlich schnell bemerkbar und auch meine Kniee zogen ein bißchen. Doch das Ziehen in den Knien merkte ich eine Stunde später schon nicht mehr, also hat sich dies erledigt.
Ich vermute, meine Füße mussten sich erstmal an meine aufrechte und gleichmäßige Haltung durch die Einlagen gewöhnen. Ich schritt ziemlich flotten Schrittes voran, da es etwas frisch war. Ich kam gut voran und merkte überhaupt nichts - auch meinen Rucksack nicht. Ich freue mich darüber. Aber gleichzeitig sagte ich mir, freu dich nicht zu früh. Mal sehen, was die Füße später sprechen.
Die letzte Stunde erwies sich als etwas langwierig, aber immer noch frohen und guten Mutes.
Nach 4 Stunden kam ich ok zu Hause an, nur etwas müde.
Später kam bereits die erste Blase an der rechten Fußinnenseite Nähe Knöchel. Aber nichts tragisches.

2. Gehtag war der Karsamstag, der Tag darauf. Ich rede mir gut zu, dass es notwendig ist, gleich 2 Tage hintereinander zu trainieren, damit ich die Belastungen, die auf mich während der 6 Wochen zukommen, besser nachvollziehen kann.
Ich bin an diesem Morgen ziemlich müde, und muss mich eben, wie gesagt, zu dem Trainingsmarsch eher etwas zwingen und überreden. Ich steuere von mir zu Hause Ergolding an - über Gstaudach und die Felder. Es dauert nicht lange, etwa nach 20 min ist meine Müdigkeit verflogen und ich fühle mich fit und munter. Juhuu..
Und dies den ganzen Marsch über. Ich spüre meine rechte Leistengegend nicht mehr, meine Knie kamen auch nicht mehr zum Vorschein und mein Rücken hat auch noch nicht geqüängelt. 
Nach 3,5 Stunden komme ich gut gelaunt wieder zu Hause an.
Fazit: war ja gar nicht so schlimm. Ausserdem dachte ich, dass mir abend das "Gstell" zambricht - aber es war überhaupt gar nix!!

Der 3. Gehtag an diesem Osterwochenende war der Ostermontag. Ich habe mir folgende Route überlegt: Landshut (zu Hause) über Ganselberg nach Pfettrach, dann rechts übern Berg Richtung Unterglaim. Auf Halber Strecke von Pfettrach nach Unterglaim kann ich quer übern Berg abkürzen nach Gstaudach und heim. Und wenn es mir von der Strecke nicht reichen sollte (denn 4 Stunden sollten es schon werden), kann ich den Berg ganz umgehen, nach Unterglaim, dann Kopfham und anschließend über die Ergoldinger Felder den Gstaudacher Berg wieder hoch und runter bevor ich wieder zu Hause ankomme. Aber dies wird ein ganzer Tagesmarsch von 8 Stunden sein, denke ich mir am abend zuvor und habe die kürzere Route im Visier.
Ich startete am Ostermontag um 10h morgens, die Sonne schien noch, es war herrlich war.
Es dauerte nicht lange, und schon war ich nach nur einer Stunde in Pfettrach! Ich freue mich darüber, denn ich hätte gedacht, es dauert länger. Ich habe wieder meinen MP3 Player dabei und höre überwiegend Podcasts. Die Sonne zieht sich zurück und es wird schnell wieder kälter. Dementsprechend passe ich mein Tempo an, um nicht auszukühlen.
Ich komme bald an dieser Stelle vorbei, um den Berg abzukürzen und gleich Richtung Gstaudach zu gehen. An dieser Stelle mache ich das erste mal Pause und schaue gespannt auf die Uhr: waaaas?? Ich bin schockiert, im positiven Sinne, es sind seit meinem Start gerade mal 1,5 Stunden vergangen. Das ging aber schnell, denke ich mir. Hmm, wenn ich jetzt diesen Wege wähle, bin ich in ca. 1 Std. zu Hause - plus - minus, und das wäre viel zu früh, denn wäre ich nur 2,5 - max. 3Std. geganen. Die Entscheidung viel mir leicht und ich kürzte an dieser Stelle nicht ab und ging den ganzen Berg um bis nach Unterglaim, Kopfham und über die Ergoldinger Felder.
Die Route insg. dauerte 4 Stunden. Ich kam etwas müde zu Hause an. Die Beine fühlten sich an, als hätten sie "etwas" gemacht, aber nicht tragisch. Mein Rücken, meine Knie und die ziehende rechte Leistengegend haben sich nicht gemeldet.
Ich registriere dieses Ergebnis erfreulich und möchte aber noch den morgigen Tag abwarten, ob noch was nachkommt.
...aber es kam nichts!! Juhuu...
Fazit: Es war ein sehr erfolgreiches 1. Trainingswochenende! Ich bin sehr zufrieden mit mir.

In 4 Stunden bin ich geschätze ca. 20km gegangen.
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Der Klapperstorch hat zugeschlagen....

...und hat uns unsere Katharina am 07.09.2015 gebracht...


 

Aus diesem Grund wird es für das Kalenderjahr 2016 keinen Kunstkalender Landshut geben.

Ich bitte hier um Verständnis.

Für das Kalenderjahr 2017 geht es, wie gewohnt, weiter.

Alle weiteren Produkte, wie der NZ-Bildband und Motive in Großformat, sind weiterhin erhältlich.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Ihre Emilie Wimmer